Geschichte der Bravo

AS202 BRAVO: Die Geschichte

AS202 BRAVO Flugzeuge stammen aus einer gemeinsamen Entwicklung von SIAI Marchetti in Italien und FFA in Altenrhein. In der Schweiz sollten Windkanalversuch und technische Entwicklung durchgeführt werden sowie auch Teile produziert, während die Italiener die Montagen übernehmen sollten. SIAI Marchetti hatte aber in diesen Jahren gar keine freie Kapazitäten mehr – so wurde das ganze Programm durch FFA übernommen.

Der erste Prototyp war aus schweizer Produktion und erhob sich das erste Mal am 7. März 1969 in den Himmel über Altenrhein. Wenig später am 7. Mai flog auch der italienische Prototyp. Mehr als 2 Jahre später am 22 Dezember 1971 folgte schliesslich der Erstflug der ersten serienmässigen Maschine.

Anfänglich konzentrierte man sich auf die Variante mit 150 PS (AS 202/15) von denen 34 Stücke gebaut wurden. Später wechselte die Produktion vermehrt zum Modell AS202/18 mit einem 180 PS Motor.

Nicht zu vergessen 2 weitere Modelle, die jedoch als Einzelstücke gebaut wurden: BRAVO AS202/26A (HB-HEY siehe Foto unten) mit einem Lycoming AEIO-540 (260 PS) und BRAVO AS202/32TP mit einer Allison-Turbine 250-B17C (320PS)

Die letzten BRAVO’S wurden im Jahr 1989 geliefert, obwohl die Produktionskapazitäten theoretisch bis 2004 vorhanden gewesen wären.

Die ursprüngliche Hersteller-Firma existiert heute nicht mehr. Schon im Jahre 2004 wollten die damaligen Besitzer ihren Betrieb nicht in einen EASA Part 21 POA (Production Organisation Approval) umwandeln und konnten deshalb seit dann keine EASA Form 1 mehr ausstellen.

Die Produktionsrechte wurden kürzlich an eine neue Firma verkauft (info@ffa-bravo.ch) welche die letzte Version der BRAVO (AS 202/18-5 mit Glass-Cockpit bestückt) gerne wieder bauen würde.

ZIVILE BENUTZER

Der grösste ziviler Benutzer war British Aerospace Flight Training in Prestwick, die mit 11 BRAVO’S (in England bekamen sie zwar den Namen Wrens) operierte. 10 Flugzeuge (1 erlitt einen Unfall) wurden nach Finnland verkauft, wo sie noch heute im Dienst der Pilot Factory Flight Training in Helsinki stehen.

Royal Air Maroc (5 Flugzeuge), Royal Flight of Oman (4 Flugzeuge) und Uganda Central Flying School (8 Flugzeuge) waren weitere zivile Benutzer, die auf BRAVO’S jahrelang ihre Piloten ausgebildet haben.

And last but not least: Der BRAVO diente für 3 Jahrzehnte als Trainer für die fliegerische Vorschulunge in der ganze Schweiz. Eine grosse Anzahl von unseren Militär- und Swiss-Piloten haben auf BRAVO’S das Fliegen gelernt.bravo

MILITAERISCHE BENUTZER

BRAVO’S wurden aber vor allem von militärischen Betreibern für die Grundausbildung von Piloten eingesetzt.
40 Exemplare gingen nach Indonesien

40 Exemplare gingen nach Indonesien

40 Exemplare gingen nach Indonesien

8 nach Uganda

Indonesianisches Bravo

10 nach Marokko

10 nach Marokko

50 nach Irak

10 nach Oman, 8 nach Uganda
und schliesslich 50 nach Irak