(Bad) News von November 2010

Das BAZL hat einen privat betriebenen BRAVO gegroundet, weil er die maximale Motorenlaufzeit von 2000h (+10%) überschritten hat. Gemäss aller Experten war man bis anhin der Meinung, dass es grundsätzlich für privat (!) betriebene Flugzeuge zulässig ist, die empfohlene TBO “nach Belieben” zu überschreiten (siehe Lycoming SI 1009 / TM 02.020-30).  Das BAZL hat nun im Chapter 5 des FFA-BRAVO Maintenance Manuals einen absoluten Wert der Motorenlaufzeit von 2000h gefunden und auf Grund desselben das Flugzeug gegroundet.  Demgegenüber steht wie erwähnt die Recommendation des Motorenherstellers. Die BAZL-Inspektoren sind angewiesen, bei den Jahresprüfungen auf diesen Wert zu achten. Im schlimmsten Fall drohen Bussen.

Unser Präsident Beat Neuenschwander hat sich sofort mit viel Engagement eingesetzt, um eine gute und “vernünftig-akzeptable” Lösung für alle (UFAC, Eigner und Piloten) zu finden.

Wie er selber gesagt hat: Eine neue und für die Betroffenen unerfreuliche “Baustelle” sollte jetzt und vor allem im GA-Bereich nicht geschaffen werden.

Und seine Worte scheinen Erfolg zu haben. Der Gremium der UFAC-Inspektoren hat die Siutation nochmals angeschaut und neu begutachtet. Die Chancen stehen nicht mehr so schlecht. Aber es heisst nach wie vor: abwarten. Auf jeden Fall: Danke Beat und Danke dem Aeroclub der Schweiz